Ligulae iactae sunt – Die Löffel sind gefallen

Endlich!
Nach jahrelanger Observation konnte der Kopf der Holzkochlöffel-Mafia in Österreich gefasst werden. Es gibt noch keine genaueren Angaben wie groß der, in Insiderkreisen genannte, Holz-Clan ist, aber mit der Verurteilung des Bosses erhofft man sich weitere Aufklärung.

Ligulae iactae sunt - Die Löffel sind gefallen ©Stephan Vereno

Ligulae iactae sunt – Die Löffel sind gefallen
©Stephan Vereno

Ligulae iactae sunt

Laut Polizeisprecher Gustav B soll der Kopf der Bande Besitzerin eines Bioladens sein. In diesem Etablissemente wurde illegal mit Holzkochlöffel und Holzbrettern gearbeitet. Der Gebrauch von Holzwerkzeug in Verbindung mit Lebensmittel wird als eine der gefährlichsten Waffen eingestuft , so die Ermittler.

Zum jetzigen Ermittlungsstand kann man noch nicht genau abschätzen, wieviele Opfer auf das Konto der Holzkochlöffel- Mafia gehen, denn die Anfänge des Clans dürften schon einige Jahre zurückliegen.

Experten vermuten, dass die Gründung dieser kriminellen Vereinigung mit der im Jahr 2006 statt gefundenen Holzkochlöffelprohibition einherging.

Hans K. von der SOKO Holzkochlöffeldisaster erklärt:
„Zur Zeit können wir über die Hintergründe des Clans nur spekulieren, jedoch kam es seit dem Jahr 2006 vermehrt zu mysteriösen Vorfällen, aus denen wir jedesmal eine Botschaft herauslesen konnten: Nein zu Plastik, zurück zum Holz.
Immer wieder wurden wir zu grausamen, damals noch als Unfälle eingestuften, Verbrechen gerufen. Opfer die an Holzfasern, auch Schiefern genannt, erstickten oder, mit über Kochlöffeln ins Essen gelangten Bakterien, vergiftet wurden.“
Bei einigen Opfern vermutet man eine enge Verbindung zum Plastiklöffel- Clan.

Regierung und Polizei arbeiten nun eng mit dem Plastiklöffel-Clan zusammen. Normalerweise ist diese Vorgehensweise nicht denkbar, aber laut Gustav B. die einzige und letzte Möglichkeit die Bevölkerung zu schützen.

Dr. Dr. Dipl. Ing. Rudi M. von der Universität für Plastikologie in Gramais (Tirol) klärt uns auf:
„Es wäre unverantwortlich, mit dem heutigen Wissenstand, dieses sogenannte Naturprodukt Holz weiterhin in Küchen zu verwenden. Nach jahrelanger Forschung sind wir überzeugt, dass Plastik das wertvollere und gesündere Material ist.

Es ist beinahe unzerstörbar, sollten wir es aber aus einem, mir noch unschlüssigem Grund, nicht mehr verwenden wollen, wird es trotzdem nicht verrotten und sich zersetzen.
Generationen nach uns werden wertvolles Plastik vorfinden. Auch hat Plastik einen besonders wichtigen Einfluss auf die Volksgesundheit. Die Einnahme dieser sogenannten „Guten Giftstoffe“ wirkt sich positiv auf unser Immunsystem aus.“
Auf Anfragen zu einem Statement der Holzkochlöffel Industrie, die nun auch im Fokus der Ermittlungen steht, bekamen wir folgende Antwort:

„Ja, wir produzieren weiterhin Holzkochlöffel, die aber ausschließlich und ausdrücklich nur als Dekorationsgegenstand  gehandelt werden. Wie übernehmen keine Verantwortung für die unsachgemäße Verwendung unsere Ziergegenstände und distanzieren uns ganz klar von dem Vorwurf, mit dem Holzkochlöffel- Clan in Verbindung zu stehen.“

„Wir erleben große Unterstützung im Kampf gegen diese neue Form der Kriminalität von Seiten der Europäischen Union. Endlich können wir stark und mit Nachdruck gegen diese kriminellen Machenschaften vorgehen. Es laufen länderübergreifende Ermittlungen und wir sind froh, dass in Zeiten wie diesen, die Europäische Union als Einheit auftritt, mit dem klaren Standpunkt:
Keine Macht dem Holzkochlöffel“, so W. Faymann in einer ersten Stellungnahme zu den neuesten Ereignissen.

Andrea Weifert
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