Star Trails

Strichspuren aufnehmen – und die Tücken

Gestern Abend war es wieder mal so weit. Der Himmel war klar und ich hatte Zeit.
Also wollte ich mich wieder einmal an Strichspuren, auch Star Trails genannt, versuchen.

Das Prinzip ist sehr einfach:

Es werden einfach viele Bilder vom Himmel gemacht und diese dann zusammengefügt bzw. übereinandergelegt. Die Sterne wandern dabei über den Himmel und wenn die Bilder übereinander gelegt werden ergeben sie eine Spur.

Hier das fertige Bild von gestern:

Strichspuren

Da der Platz stockfinster war habe ich mit einer Taschenlampe auf den Kran geleuchtet und so der Kamera einen Punkt zum fokussieren gegeben. Danach habe ich den Autofokus ausgeschalten und auf Manuell umgestellt. Andernfalls würde die Kamera vor jedem Bild versuchen zu fokussieren.

Dann wurden die Einstellungn vorgenommen. 30 Sek. Belichtungszeit, Blende 4 bei ISO 100.
(Das nächste Mal werde ich mit der ISO Zahl auf 800 raufgehen um mehr Sterne zu erwischen.)

Danach habe ich den Timer für Intervallaufnahmen (dieser ist zum Glück bei der Nikon D7100 eingebaut) eingestellt.
Beginnzeit: Sofort
Intervall: 32 Sekunden (Die Dauer des Intervalls muss logischwerweise länger als die Belichtungszeit sein).
Anzahl der Bilder: 300

Und dann geht`s los. Ich bleib während der ersten paar Bilder bei der Kamera um zu checken ob alles richtig läuft. Dann heisst es warten.

Wenn die Kamera fertig ist kopiere ich alle Bilder in einen Ordner am Laptop und starte das Programm „Startrail.exe„. Das Programm ist kostenlos und extrem einfach zu bedienen. Alle Infos dazu und den Link zum Download gibt`s hier: Startrails.de.

Wenn alle Bilder verrechnet wurden liegt das Ergebnis vor.

In meinem Fall…der Kran war unscharf. Nicht extrem schlimm, aber so dass man es merkt.

Dass das Gerüst unscharf werden würde war mir klar, da sich der Aufbau auf einem riesigen Floss befindet aber doch merklich schwankt.
Um das zu verdeutlichen habe ich aus den Bildern eine Zeitrafferaufnahme erstellt:

Da sich die Kamera aber nicht bewegt hat (vom Wind zum Beispiel), dürfte einfach beim Fokussieren etwas schief gegangen sein.

Mein Fazit:

Bei diesen Strichspuren Aufnahmen muss man sehr genau arbeiten. Also den Fokus besser einmal mehr checken da sonst, bei einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis, die ganze Nacht futsch ist.

Tips:

  •  Stabiles Stativ
  •  Volle Batterien
  •  Leere Speicherkarten
  •  In Jpeg aufnehmen
  •  Taschenlampe
  •  Fokus checken

In diesem Sinne wünsche ich viel Spass beim ausprobieren.
Fragen oder Anregungen gerne unten in die Kommentare schreiben.

Stephan

Hobbyfotograf und Blogbetreiber.

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Strichspuren aufnehmen - und die TückenStephan
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9 comments on "Strichspuren aufnehmen – und die Tücken"

  1. Gregor Hennig on

    Auch eine nette Art und Weise die Nacht zum Fotografieren zu nutzen. Mir wäre es zu Zeitaufwendig.

    LG Gregor

  2. Hi,

    ich wollte nur mal sagen, wie toll ich deine Arbeit finde. Ich habe erst kürzlich angefangen, mich mit Fotografie zu beschäftigen und bin dabei unter anderem auf deine Seite gestoßen

    ich hoffe ich werd auch mal so gut

    LG
    Katy

    • Vielen Dank!
      Jeder hat mal angefangen. Auch bei mir hat das gedauert – und es gelingt auch nicht immer alles.

      Einfach dran bleiben und Spaß haben. Der Rest kommt von alleine.

  3. Wow… das Bild sieht wirklich gut aus. Vielen Dank für den Hinweis auf diese Technik. Mal sehen, ob ich so etwas auch hinbekomme. 🙂

  4. Ist auf jeden Fall eine gute Methode um solche Bilder aufzunehmen, werde mir den Tipp mal zur Brust nehmen
    in der nächsten Sternschnuppennacht.

  5. Klasse Aufnahme, auch wenn nicht alles perfekt gelaufen ist, so ist das Ergebnis doch beeindruckend.

    Ich mag diese Art der Fotografie sehr, besitze aber noch keine Kamera, die diese Funktion unterstützt.

    viele Grüße
    Stefan

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